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wida ma von der "muT gegen rechTe gewalT"-seiTe, ein arTikel, wo es darum gehT was in den jugendlichen vor gehT und was sie faszinierT an diesem irrglaube...


*****************TEIL 1****************************
Was geht in rechtsextremen Jugendlichen vor?
Expertentagung in Berlin zur Arbeit mit rechten Kids

Von Simone Rafael

Arbeit mit rechtsextremen Jugendlichen wurde und wird oft als „Glatzenpflege auf Staatskosten“ bezeichnet. Aber soll man die rechtsextremen Kids einfach sich selbst überlassen? Eine Tagung in Berlin zog Bilanz.

Die Tagung „Neue Wege im Umgang mit rechtsextrem orientierten Jugendlichen“ der Friedrich-Ebert-Stiftung und von Gangway e.V. zog Bilanz zum derzeitigen Stand in Forschung und Praxis.

Rechte Kids sind da und gefährlich
Tatsache ist: Es gibt rechtsextreme Jugendliche in Deutschland (nicht gerade wenig), und sie ziehen einen weiteren Kreis von Mitläufern in ihren Bann. Diese Jugendlichen hängen nicht nur einer verschrobenen Ideologie nach. Sie glauben an völlig andere Werte als der Rest der Bevölkerung – und das macht sie zu einer tödlichen Gefahr, weil ihnen ein Menschenleben nichts wert ist, wenn es sich um einen ihrer vermeintlichen „Gegner“ wie Migranten und Migrantinnen, Andersdenkende, Obdachlose handelt.

Der erste Versuch: Aufmerksamkeit für Gewalttaten
Als in Deutschland das erste Mal klar wurde, dass Rechtsextremismus ein Problem ist, legte der Staat 1992 für die neuen Bundesländer das „Aktionsprogramm gegen Aggression und Gewalt“ (AGAG) auf, das bis 1996 existierte und Gewaltverhinderung durch sozialpädagogische Angebote bieten sollten. Besonders in die Kritik geriet dabei die „aufsuchende“, damals hieß sie noch „akzeptierende Jugendarbeit“: Zu oft standen viele schlecht aus- oder fortgebildete Erwachsene geschulten Rechtsextremen gegenüber, die Räume der Jugendarbeit schlichtweg übernehmen konnten, mit rechtsextremen Bands in kommunal geförderten Proberäumen ihre Hass-Songs aufnahmen. Aber auch erlebnispädagogische Ansätze stießen nicht gerade auf Akzeptanz in der Bevölkerung, oder wie es Kerstin Griese, Mitglied des Bundestages für die SPD, in ihrem einleitenden Vortrag zur Tagung sagte: „Wir haben aus AGAG gelernt: Keine Fußballplätze für rechtsextreme Auffälligkeiten.“

Der zweite Versuch: Demokratische Kultur stärken
Seit 2001 gibt es neue Bundesprogramme gegen Rechtsextremismus: CIVITAS, entimon und Xenos. Deren Strategie lautet Stärkung demokratischer und alternativer (Jugend-)Kultur, die sich gegen Rechtsextremismus und Rassismus engagiert, und Hilfe für Opfer rechtsextremer Gewalt. Die Ziele sind präventiv, Achtung vor Mitmenschen soll auf- und Angst vor „Fremdem“ abgebaut werden, positive Perspektiven und soziale Anerkennung angeboten werden. Die Projekte arbeiten erfolgreich und bewirken zum Teil viel für die Zivilgesellschaft in ihrer Kommune.

Was nun?
Aber die rechtsextremen Jugendlichen gibt es natürlich immer noch, ebenso wie Pädagogen und Sozialarbeiterinnen, die mit ihnen umgehen (müssen). Wie dies möglichst erfolgsversprechend geschehen kann, diskutierten Forscher und Praktikerinnen im Januar auf der Tagung der Friedrich-Ebert-Stiftung und von Gangway e.V.

mut-gegen-rechte-gewalt.de faßt die wichtigsten Positionen zusammen.

Können die Bundesprogramme Rechtsextremismus eindämmen?
Nein, sagt Professor Hajo Funke von der Freien Universität Berlin. Es entstehen trotzdem immer neue Gruppierungen. Das liegt vor allem daran, dass die rechtsextreme Orientierung von Jugendlichen Ursachen in der Gesellschaft hat. Präventiv wäre es laut Funke notwendig, dass die Gesellschaft in Deutschland offensiv rechtsextreme Gewalt ablehnt, Opfer schützt, auf Achtung und Durchsetzung der Menschenwürde achtet, zivilgesellschaftliche Kräfte unterstützt und Rassismus keine Öffentlichkeit bietet. Politisch wäre es notwendig, integrative Lösungen für Fragen der Zuwanderung zu finden, institutionellen Rassismus zu bekämpfen und allen Jugendlichen eine soziale Mindestperspektive zu bieten. Außerdem reichten die ergriffenen Maßnahmen nicht aus, etwa würde derzeit die Arbeit mit rechtsextrem orientierten Jugendlichen vernachlässigt.
(Prof. Hajo Funke, Freie Universität Berlin, im Vortrag)

Kann man mit rechtsextremen Jugendlichen pädagogisch arbeiten?
Laut Funke wäre es absurd, nicht mehr mit ihnen zu arbeiten. Jugendarbeit sei ein guter Weg, um die rechtsextrem orientierten Jugendlichen zu erreichen, also die, die noch nicht gefestigte Rechtsextreme sind. Wichtig sie allerdings eine strikte Trennung zwischen Ideologie und Person. Die Ideologie müsse strikt abgelehnt, die Person mit ihren Wünschen und Bedürfnissen aber demütigungsfrei anerkannt werden. Ziel ist es, die Jugendlichen aus den rechtsextremen Gruppierungen hinauszuführen.
(Prof. Hajo Funke, Freie Universität Berlin, im Vortrag)

Warum schlagen Rechtsextreme zu?
Niemand wird als Rassist geboren worden. Spätere Rechtsextreme haben oft von Kindheit an Demütigungen erfahren. Das können negative Bindungserfahrungen sein, Frustration in der Schule, Prügel und Liebesentzug statt Anerkennung, Alltagssadismus und Sozialdarwinismus. Wenn dazu kommt, dass Kinder nicht gelernt haben, sich selbst und andere wahrzunehmen, zu beachten, und zu verstehen, entsteht daraus das Potenzial autoritärer Aggression, also Gewalt gegen Menschen, die nicht den Normen entsprechen. Rechtsextreme Jugendlichen verdrängen, dass sie sich von Eltern oder Umfeld schlecht behandelt fühlen, behalten aber einen „Wutstau“ in sich zurück. Der entlädt sich dann an denen, die in der Ideologie zu „Bösen“ erklärt werden – Migranten, Obdachlose, alle, die abweichen. Problem dabei: Die „Entlastung“ ist für den Schläger oder die Schlägerin nur sehr begrenzt, weil nicht die eigentlichen Verursacher verletzt werden.
(Prof. Hajo Funke, Freie Universität Berlin, im Vortrag)

Was sind Gründe, die Jugendliche zum Ausstieg aus der Szene bewegen könne?
Die grundsätzlichen Ausstiegsgründe liegen in der Person selbst begründet. Es kann eine neue, nicht-rechte Freundin sein oder auch Verunsicherungserfahrungen in der Gruppe (z.B. Autoritätsdruck, Kälte, kein Platz für die Bedürfnisse der Einzelnen oder für persönliche Probleme, fehlende Solidarität und Verrat). Auch steigender gesellschaftlicher Druck oder die Entdeckung von Widersprüchen können Gründe zum Ausstieg sein.
(Prof. Hajo Funke, Freie Universität Berlin, im Vortrag)

Was kann das Umfeld tun?
Das Umfeld kann unterstützen: Es kann Erfahrung von Anerkennung und nicht-ausgrenzender Kommunikation vermitteln, in der aber auch die kritische Auseinandersetzung mit der Ideologie nicht ausgespart wird, Vertrauen und Zuwendung vermitteln und schließlich mit dem Jugendlichen eine Perspektive für sein Leben entwickeln. Funke nennt diesen Prozess eine „Nach-Sozialisierung“, bei der die Jugendlichen lernen, mit sozialen Defiziten ihres bisherigen Lebens umzugehen.
(Prof. Hajo Funke, Freie Universität Berlin, im Vortrag)


******************TEIL 2***************************
Was geht in rechtsextremen Jugendlichen vor? (2)
Expertentagung in Berlin zur Arbeit mit rechten Kids

Von Simone Rafael

Ergebnisse einer Tagung zum Thema: Was fasziniert Jugendliche an rechtsextremer Ideologie? Warum ist es so schwer, dagegen pädagogisch vorzugehen? Wie kann man es trotzdem versuchen?

Die Tagung "Neue Wege im Umgang mit rechtsextrem orientierten Jugendlichen fand im Januar 2004 in Berlin statt und wurde von der Friedrich-Ebert-Stiftung und Gangway e.V. organisiert. Im ersten mut-gegen-rechte-gewalt.de-Bericht von der Tagung ging es um die Themen: Erfahrungen mit Jugendsozialarbeit mit rechtsextremen Jugendlichen; kann und soll man mit ihnen arbeiten? Helfen Bundesprogramme gegen Rechtsextremismus? Warum üben Rechtsextreme Gewalt aus? Welche Gründe können sie zum Aussteigen aus der Szene bewegen? Was kann das Umfeld tun?
Zum ersten Bericht >klick

mut-gegen-rechte-gewalt.de faßt die wichtigsten Positionen der Tagung zusammen.

Was fasziniert Jugendliche an rechtsextremer Ideologie?
Sie bietet konkrete Feinde, auf die sich lebensgeschichtlich aufgestaute Gefühle von Hass, Wut und Rache übertragen lassen. Sie bietet eine eigene „Moral“ und ein eigenes Rechtsbewusstsein, in dem etwa Gewalt von Tätern und ihrer Gruppe als etwas Wertvolles, gut Vollbrachtes erlebt wird. Durch die Identifizierung als „Deutscher“ bietet sie ein kollektives Überlegenheitsgefühl, mit dem die Abwertung anderer Völker und ethnischer Gruppe einhergeht, ist damit Selbstwertersatz und „Sinngebung“ für das eigene, als nichtig empfundene Leben. Sie bietet, für ein größeres Ganzes zu leben („für Deutschland kämpfen“). Sie vermittelt eine zumindest psychologische Teilhabe an Macht.
(Prof. Eckart Osborg, Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Hamburg, im Vortrag)

Warum kann man mit Rechtsextremen nicht diskutieren?
Rechtsextreme Jugendliche sind von der NS-Ideologie fasziniert und haben keine Grund, ihre Einstellung in Frage zu stellen, nur weil ein Pädagoge mit Argumenten dagegen kommt. Außerdem ist Autarkie ein angestrebter Lebensmodus rechtsextremer Jugendlicher, gepaart mit einer tendenziell paranoiden Grundeinstellung – sie wollen von „außen“ nichts annehmen, weil Fakten von Nicht-Rechten als manipuliert und vergiftet angesehen werden. Noch wichtiger allerdings: rechtsextreme Jugendliche haben für sich eine „Umwertung der Werte“ vorgenommen, teilen das anerkannte moralische Bezugssystem oder den gesellschaftlichen Grundkonsens „Du sollst nicht töten“ nicht. Sie haben nicht keine Ahnung von Geschichte – sie finden vielmehr etwa den Holocaust wirklich gut. Daraus resultiert eine pädagogische Hilflosigkeit: Rationale Argumente, die von der Richtigkeit der pädagogischen Position überzeugen sollen, kommen nicht an. Statt dessen entsteht in der Diskussion mit Rechten eine Kampfbeziehung, bei der Jugendliche und Pädagogen um die (gedankliche) Hoheit kämpfen. Oft unterliegen die Pädagogen, denn die Jugendlichen werden geschult und haben sich z.B. riesiges historisches Spezialwissen angeeignet, dem die Pädagogen oft argumentativ nichts entgegenzusetzen habe.
(Prof. Eckart Osborg, Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Hamburg, im Vortrag)

Wie umgehen mit der Ideologie der Rechtsextremen?
Meist bleibt aufgrund der argumentativen Schwierigkeiten die NS-Ideologie aus der sozialpädagogischen Arbeit ausgeklammert, obwohl die Auseinandersetzung wichtig ist. Prof. Eckart Osborg von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg empfiehlt das Konzept der „subversiven Verunsicherung“: Den Jugendlichen sollen innere Widersprüche ihres Denkens und Fühlens gezeigt werden, aber so, dass sie sie selbst entdecken. Nicht nur die Jugendlichen, auch ihre politischen Ansichten sollten ernst genommen werden als Ausdruck des Versuches, die Welt und ihre eigene Situation zu verstehen. Ziel solle die „Zerbröselung“ der Ideologie sein, dass die Jugendlichen eigenen Aggressionen nicht mehr auf vermeintliche „Feinde“ übertragen, ihre Selbstgewissheit aufgeben und so ihre Lernfähigkeit wieder erlangen.
(Prof. Eckart Osborg, Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Hamburg, im Vortrag)

Verunsicherung und Widersprüche
Soweit die Theorie, aber was heißt das praktisch? Das Offenbaren von Widersprüchen solle durch insistierende Fragen geschehen, die die Jugendlichen als Gesprächspartner ernst nehmen: „Warum?“ „Das habe ich nicht verstanden, erklärst Du es mir noch einmal?“, „Wie passt denn diese Tatsache zu jener?“ Unterstützend will Osborg mit seiner Forschungsgruppe von der Hochschule für angewandte Wissenschaften Videoclips und Handreichungen anbieten – zumindest der gezeigte Videoclip stieß bei den Praktikern der Tagung allerdings auf großen Widerstand: In MTV-Manier waren hierin erschütternde Szenen aus der NS-Zeit gegen Szenen von Reden schwingende Rechtsextremen heute geschnitten. Unterlegt war das Video mit rechtsextremer Musik. Statt Verunsicherung sahen die Teilnehmer der Tagung hier nur eins: “Uns mag das Video schockieren“, so sei ein Sozialarbeiter stellvertretend zitiert, „aber für die sind das Werbeclips für die rechte Ideologie! Da haben sie die neuen Kultfilme der Szene geschaffen.“ Osborg betonte, das Projekt sei noch in der Erprobungsphase und würde noch nach Einwänden verändert werden.
(Prof. Eckart Osborg, Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Hamburg, im Vortrag)

Attraktive Gegenangebote
Sascha Quäck von der Stiftung SPI wies darauf hin, dass Verunsicherungs- oder Konfrontationspädagogik zwar die Ideologie zu zerstören suche, dass aber wenig über die angebotene Alternative nachgedacht werde. Demokratie sei in den Augen der Jugendlichen ziemlich uncool, würde oft nur abstrakt mit Politik und Parlament verbunden, biete keine einfache Ich-Stärkung oder Gruppenbindung. Praktisch sei Partizipation und demokratische Teilhabe für Jugendliche oft nur auf „Spielwiesen“ wie in Jugendparlamenten, die faktisch nichts zu sagen haben, möglich. Wenn Pädagogik also Wirkung erzielen möchte, muss sie sich überlegen, wie sie ihr Angebot attraktiv gestalten kann. Als funktionierende „Verunsicherung“ aus der Praxis berichtete er über das Konzept der Anerkennung und des Ernstnehmens der Person: „Oft wollen Sozialarbeiter Rechtsextreme überzeugen, moralisch bekehren, besiegen, überreden.“ Viel wirkungsvoller sei ein ernsthaftes Gespräch, in dem die Jugendlichen auch dadurch verunsichert würden, dass ihnen auch einmal zugebilligt würde, die Wahrheit zu sagen (etwa beim Thema Vertreibung nicht alles abzublocken, sondern zustimmen, dass die Vertreibung auch für Deutsche schlimm war, aber auch erklären, dass sie ihre Ursachen hatte).
(Sascha Quäck, Stiftung SPI, in der Diskussion)

Fachwissen und Diskussionsbereitschaft
Matthias Adrian, selbst mit dem Programm EXIT aus der rechtsextremen Szene ausgestiegen und heute dort als Berater tätig, forderte von den Pädagogen, dass sie sich mehr mit den Inhalten der rechtsextremen Ideologie auseinandersetzen müssten, um in Diskussionen besser dagegen halten zu können. Oft etwa würde Ideologie über rechtsextreme Musik verbreitet, und wer die gängigen Songtexte von „Landser“ und Konsorten kenne, könne sich besser auf die zu erwartenden Propaganda-Argumente vorbereiten, wenn ein Thema wie Rudolf Hess aufgebracht würde. Die Jugendlichen seien seiner Erfahrung nach dankbar, wenn mal einer bereit wäre, mit ihnen zu diskutieren und ihnen zuzuhören, der sich auskennt. Auch er verunsichert die Rechtsextremen in Schulklassen, vor denen er spricht, allerdings auf einer persönlichen Ebenen: „Ich sehe nicht aus, wie die sich einen Verräter vorstellen.“ Sein Ziel ist die Anregung zum Nachdenken ist: „Denn wenn einer seit fünf Jahren fest in der Szene ist, dann sind dreißig Minuten Nachdenken ein toller Erfolg.“
(Matthias Adrian, EXIT, in der Diskussion)

Die Bilanz
Auf der Tagung „Neue Wege im Umgang mit rechtsextrem orientierten Jugendlichen“ herrschte Konsens, dass sozialpädagogische Angebote sich nur an eben diese rechtsextrem orientierten Jugendlichen wenden könne, nicht an gefestigte Rechtsextreme – allerdings stellte sich in der Diskussion heraus, dass die Anwesenden recht unterschiedliche Vorstellungen davon hatten, wo genau die Grenze zwischen Mitläufern oder Kadern verläuft. Grundsätzlich wurde der Ansatz, die Jugendlichen in ihrer Ideologie abzulehnen, sie aber als Personen anzunehmen, als erfolgsversprechend angesehen. Eine Auseinandersetzung mit der Ideologie der Rechtsextremen wurde als notwendig angesehen, auch wenn offenbar noch eine wirkungsvolle Methodik fehlt, um bei Diskussionen zu verhindern, dass die Rechten zuviel Raum zum Dozieren erhalten und im Kampf um die gedankliche Hoheit den Pädagogen an die Wand reden, was eine fatale Wirkung auf die Gruppe hat. Einigkeit herrschte, dass nur entsprechend geschulte Fachleute mit rechtsextremen Jugendlichen arbeiten sollten, da dies sowohl methodisch als auch thematisch ein besonders schwieriges Feld der Jugendsozialarbeit darstellt.



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